Frau in Führungsposition: Das neue Normal in der Business-Welt?

Frau in Führungsposition

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Ist Frau in Führungsposition immer noch ein Mythos, oder bereits Realität? Wir sehen sie in den sozialen Medien, die starken Frauen in Führungspositionen, die Business-Frauen, Business-Mamas. Der #womeninbusiness hat auf Instagram 17,1 Millionen Beiträge – und dennoch, wo sind all die Frauen in Führungspositionen?

Diese Frage stellt sich allen, die nicht in der Blase der sozialen Medien leben und sich ganz klassisch offline in der eigenen Firma umsehen. Obwohl immer wieder von mehr Frauen in Führungspositionen gemunkelt wird, es sich auch tatsächlich etwas tut – so richtig präsent, oder gar gleich auf sind sie noch nicht.

In diesem Beitrag soll diesem Mythos, der teils Realität und teils noch Wunsch zu sein scheint, auf den Grund gegangen werden. 

Die Rolle der Frau in der Gesellschaft

Frau in Führungsposition

Wie weit wir in den letzten Jahrzehnten gekommen sind und wie relevant die Bewegung des Female Empowerment bis heute ist, zeigt sich anhand einiger Fakten und Zahlen.

  1. Frauen dürfen in Deutschland erst seit 1958 ein eigenes Konto eröffnen.
  2. Bei den Wahlen 1919 wurden erstmals auch Frauen an die Wahlurne gelassen.
  3. Erst seit 1977 dürfen Frauen in (damals) Westdeutschland frei arbeiten gehen und nicht nur, wenn dies mit ihren ehelichen Pflichten vereinbar ist.
  4. Stellenausschreibungen müssen sich per Gesetz erst seit 1994 auch an Frauen richten.
  5. Und zum Schluss etwas zum Schmunzeln (oder Weinen) – seit 1980 müssen Frauen gesetzlich eigentlich dasselbe Gehalt für dieselbe Arbeit wie Männer bekommen.

Diese Jahreszahlen sind alle nicht so weit entfernt und bei vielen Punkten sollte man meinen, diese Regelungen und Gesetze sind doch selbstverständlich, wieso kamen sie erst so spät? Auch bis heute ist beim Thema Gleichberechtigung noch viel Luft nach oben.

Nun stellt sich hier jedoch auch die Frage, woran liegt es, dass Frauen immer noch so oft weniger Gehalt bekommen? Woran mag es liegen, dass wir bis heute mehr Männer in Führungspositionen sehen?

Und wie hoch ist eigentlich der Anteil von Frauen in Führungspositionen heute, im Jahr 2021? 

  • In Aufsichtsräten beträgt der Anteil 34,7%
  • Bei Vorständen beträgt der Anteil 22%
  • In großen Unternehmen der Privatwirtschaft beträgt der Anteil gerade einmal 13%

Quelle: Stand 1. Januar 2021

In öffentlichen Unternehmen ist der Anteil leicht gestiegen im Vergleich zum Jahr 2020, jedoch wurde in der Privatwirtschaft Stagnation verzeichnet. Es stellt sich also folgende Frage…

Warum sind Frauen nach wie vor zu selten in Führungspositionen vertreten?

Obwohl es ein Gesetz zur Frauenquote gibt, und auch obwohl sich in den letzten Jahren schon einiges verändert hat, von einem wirklichen Gleichgewicht von Männern und Frauen in Führungspositionen kann keine Rede sein. Was steht Frau in Führungsposition also im Weg?

Frau in Führungsposition

Die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz einfach zu finden, denn es tragen verschiedene Faktoren dazu bei. Manche dieser Antworten werden dich vielleicht sogar überraschen!

1. Männer sind nicht grundsätzlich das Problem

Ja, wir leben einer Welt, die Männer in eine privilegierte Position hebt – bis heute. Doch wenn es um das Thema Frau in Führungspositionen geht und manche argumentieren, dass Männer dieser Veränderung im Weg stehen würden, ist dies nicht ganz richtig. Natürlich gibt es solche Männer, die Frauen im Management nicht sehen wollen, doch ist die Anzahl wesentlich geringer, als dass diese eine Gruppe von Männern wirklich die Antwort auf das Problem sein kann.

Nach eingehender Recherche mussten wir feststellen, dass die meisten Männer sogar ausdrücklich für mehr Frauen in Führungspositionen sind! Und dies nicht nur, um eine Quote zu erfüllen oder einem Gesetz zu entsprechen. Sondern aufgrund der ganz simplen und logischen Annahme, dass die am besten qualifizierte Person auch die Führungsposition erhalten sollte. Unabhängig vom Geschlecht.

2. Unsere Gesellschaft ist Teil des Problems

Dies klingt zunächst widersprüchlich, immerhin wurde soeben widerlegt, dass Männer das grundlegende Problem sind, wenn es um Frau in Führungspositionen geht. Wie oben jedoch bereits angesprochen, ist unsere Welt für Männer geschaffen worden und so auch die gesellschaftlichen Strukturen.

Dies beginnt schon mit der Erziehung. Während Mädchen Bescheidenheit, Freundlichkeit und Sanftheit als weibliche Charakteristika beigebracht wird, so werden Jungen zu Stärke, Durchsetzungsvermögen und Mut erzogen. Schon diese geschlechterspezifischen Charaktereigenschaften, die wir von klein auf erlernen, stehen vielen Frauen später im Weg.

Während ein Mann eher mit dem nötigen Selbstbewusstsein ausgestattet ist, seinen Wert zu erkennen, zweifeln Frauen häufiger an sich. Dies führt dazu, dass Frauen seltener nach einer Beförderung fragen und so auch seltener für eine Beförderung in eine Führungsposition gewählt werden.

Fakt: In den meisten Ländern werden die Fähigkeiten und Fertigkeiten von Frauen minimiert und als weniger geeignet für Führungspositionen eingestuft. Auch von Frauen selbst!

Dies soll jedoch nicht heißen, dass Frauen sich nur mal etwas mehr zutrauen müssten. All dies ist ein Prozess: Es muss eine gesellschaftliche Veränderung geben, die schon bei der Erziehung ansetzt – dann erst kann sich das Narrativ für Frauen verändern.

3. #womensupportingwomen steht erst am Anfang

Auch dieser Hashtag erfreut sich bei Instagram wachsender Beliebtheit. Viele Business-Frauen nutzen ihn bereits eifrig und die Bewegung wächst. Frauen unterstützen sich gegenseitig, heben frauengeführte Unternehmen hervor, zeigen und teilen, welche wunderbaren Produkte und Services Frauen kreieren – kurzum sie unterstützen sich gegenseitig. Wenigstens in den sozialen Medien!

Auch hier sehen wir die Verantwortung in der Gesellschaft und die Notwendigkeit, gewissen Strukturen zu verändern. Denn während Männer sich häufiger gegenseitig unterstützen, wird Frauen oft ein Konkurrenzdenken nachgesagt, welches in der Realität häufig zu beobachten ist. 

Frau in Führungsposition

Neid ist ein großer Faktor, zudem vergleichen Frauen sich häufiger: Sei es optisch oder intellektuell. Auch diese Angewohnheit ist nicht dem weiblichen Geschlecht immanent, sondern wurde angelernt. 

Wie kann die Lösung also aussehen?

Wir haben herausgefunden, dass Männer den Frauen beim Erklimmen der Karriereleiter nicht grundsätzlich im Weg stehen (Ausnahmen gibt es immer). Ebenso kann jedoch auch nicht gesagt werden, dass Frauen sich einfach anders verhalten müssten.

Die Lösung hat bereits begonnen. Menschen weltweit erkennen die Fehler in den gesellschaftlichen Strukturen und arbeiten sich schrittweise vorwärts zu einer gleichberechtigten Welt. Dies kann mit Gesetzen und Frauenquoten beginnen, doch die wahre Veränderung muss in uns selbst passieren. Wir müssen akzeptieren und als wahr empfinden, dass alle Menschen gleiche Rechte besitzen: Unabhängig von Hautfarbe, Religion oder Geschlecht.

Während auch erwachsene Menschen in der Lage sind, ihre Ansichten und gelernten Strukturen zu ändern, wenn sie nur wollen, so ist es auch wichtig, dass wir schon bei Kindern anfangen. Klassische Geschlechterrollen müssen schon in der Erziehung aufgebrochen werden, sodass sich folgenden Generationen die Frage nach einer Quote, nach Gleichberechtigung, gar nicht mehr stellt – es ist dann einfach das neue Normal in der (Business-)Welt!

Fazit: Ganz klar ist, es gibt bis heute keine Gleichstellung von Mann und Frau, auch nicht in Führungspositionen oder der Business-Welt allgemein. Und es ist auch deutlich geworden, dass wir weiterhin gemeinsam daran arbeiten müssen. Doch wenn wir einmal auf die Geschichte blicken, dann sehen wir, dass die Entwicklung bereits in vollem Gange ist. Auch die Gleichstellung der Frau in der Gesellschaft, in Unternehmen, in den Vorstandsetagen ist in Bewegung – aber es ist eben auch ein Prozess. Der erste Schritt in die richtige Richtung ist getan und wir dürfen jetzt nicht mehr umkehren!

Frau in Führungsposition

Was meinst du, wir sieht es in deiner Firma mit der Frau in Führungspositionen aus? Gibt es da noch Nachholbedarf, oder hast du dich beim Lesen selbst ertappt, dass auch du gewissen Strukturen folgst? 

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