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Mitarbeitermotivation ist eine der häufigsten Aufgaben und gleichzeitige eine Frustrationsquelle für jeden Manager.

In diesem Blogbeitrag zeige ich dir, was du tun kannst, um die Mitarbeitermotivation in deinem Unternehmen zu verbessern.

Häufig halten Vorgesetzte an veralteten Praktiken fest, wenn es darum geht, ihre Mitarbeiter zu motivieren. Das führt am Ende dazu, dass die Mitarbeiter eher demotiviert als motiviert sind.

Neues lernen und wachsen

Ein Anfangspunkt für dich könnte sein, eine Arbeitsumgebung zu erschaffen, in der Mitarbeiter Neues lernen und über sich hinauswachsen.

Eine Umgebung, in der die Mitarbeiter allein auf die Suche nach neuem Wissen gehen und aktiv daran arbeiten, die Organisation zu verbessern.

Natürlich ist das leichter gesagt als getan. Deshalb stelle ich dir hier eine interessante Studie vor, die darüber berichtet, wie Schüler in Klassenzimmern motiviert werden können.

Diese Studie hat gezeigt, dass Schüler eher lernen wollen, wenn die Klassenzimmerumgebung ein “Lernklima unterstützt”.

Das heißt, eine Umgebung zu schaffen, in der

  • Schüler (ohne Strafe) angeregt werden, Fragen zu stellen,
  • Schülern Unterstützung angeboten wird,
  • Schülern genügend Freiraum gelassen wird,
  • Vertrauen vorherrscht.

Lass uns diese Studie als Startpunkt nehmen. Anschließend werde ich auf den größten Mythos rund um die Mitarbeitermotivation eingehen. Zudem werde ich dir einige Tipps geben, wie du deine Angestellten motivieren kannst. 

Was Angestellte demotiviert

Bevor wir uns ansehen, wie du deine Mitarbeitermotivation steigern kannst, ist es meiner Meinung nach eine gute Idee, die Gründe zu verstehen, warum Mitarbeiter demotiviert werden.

David Sirota, Louis A. Mischkind und Michael Irwin Meltzer der Harvard Business School haben einen interessanten Artikel mit dem Titel „Why Your Employees Are Losing Motivation“ (Deutsch: Wieso deine Angestellten die Motivation verlieren) geschrieben, den ich dir sehr empfehlen kann.

„Die Mehrheit der Mitarbeiter ist sehr enthusiastisch, wenn es darum geht, in einen neuen Job zu starten. In ca. 85 % der Unternehmen ergab unsere Forschung aber, dass die Moral der Angestellten nach den ersten sechs Monaten stark abfällt – und auch die Jahre danach weiterhin fällt…

Die Schuld hieran liegt in der Beziehung, die die direkten Vorgesetzten mit ihren Mitarbeitern pflegen.“

 

Die Hauptgründe für das Absinken der Mitarbeitermotivation

1. Mangel an Lob und Anerkennung

Deine Mitarbeiter müssen das Gefühl haben, dass du ihre Arbeit wertschätzt. Fehlt diese Wertschätzung (und hierbei könnte es sich auch nur um ein Wahrnehmungsproblem handeln), dann verlieren sie ihre Motivation.

2. Mangel an Fortschritt in Hinblick auf ihre Aufgaben

Deine Mitarbeiter müssen das Gefühl haben, sie kommen mit ihrer Aufgabe oder mit ihrem Projekt voran. Ist bei einer Aufgabe oder einem Projekt kein Ende in Sicht, dann kann das schnell demotivierend wirken.

Forscher der Northwestern Kellogg School of Management fanden heraus, dass Menschen am Beginn und am Ende eines Projektes sehr motiviert sind. In der Mitte ist die Motivation am geringsten.

„Wir haben gezeigt, dass die Teilnehmer die Tendenz aufwiesen, sich zu Beginn der Verfolgung eines Zieles auf die Anfangsphase als Referenzstandard zu konzentrieren. Danach verlagerte sich der Fokus aber auf die gewünschte Endphase, während sie sich dem Ende näherten.“ 

3. Mikromanagement

Die primäre Ursache von Mikromanagement ist mangelndes Vertrauen.

Mitarbeiter benötigen Autonomie, um bei der Arbeit motiviert zu sein. Haben Mitarbeiter keinerlei Spielraum und werden sie kontinuierlich kontrolliert, verlieren sie recht schnell ihre Motivation.

Vergiss nicht: Menschen verlassen nicht Unternehmen, sondern ihre Vorgesetzten.

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Um das Vertrauensverhältnis zu deinen Mitarbeitern zu verbessern, biete ich dir hier meinen kostenlosen Bonus an:
4 Wege, um Mikromanagement zu beenden.

4. Fehlende Identifikation mit den Unternehmenswerten

Es ist sicherlich schwierig, die Mitarbeitermotivation zu verbessern, wenn sich Mitarbeiter nicht mit den Unternehmenswerten identifizieren. Deshalb achte bereits im Einstellungsgespräch darauf, ob die Unternehmenswerte und die des Bewerbers übereinstimmen.

5. Mangel an Wachstum

Ein Mitarbeiter kann leicht seine Motivation verlieren, wenn ihm langweilig wird und er keinen wirklichen Fortschritt in seinem Leben/seiner Karriere sieht.

Daher ist es sehr wichtig, die stetige Weiterbildung zu einem Teil deiner Unternehmenskultur zu machen.

 

Der größte Mythos rund um Mitarbeitermotivation

Der größte Mythos, der die Mitarbeitermotivation umgibt, ist, dass Geld ein guter Motivator ist. Die Wahrheit ist jedoch, dass das Gehalt ab einer bestimmten Höhe kaum noch einen Einfluss auf die Mitarbeitermotivation hat.

Bitte verstehe mich nicht falsch. Ich bin absolut der Meinung, dass eine faire und angemessene Bezahlung wichtig ist.

Fehlt diese, dann werden Mitarbeiter sich eher demotiviert fühlen. Aber ein hohes Gehalt allein ist kein Garant für eine gute Mitarbeitermotivation. Gleiches gilt für nahezu jede andere Art von extrinsischer Belohnung (Bonus, Dienstwagen, Bürogröße etc.).

 

Tipps, um die Mitarbeitermotivation zu steigern

Hier findest du einige Tipps, wie du deine Angestellten motivieren und dein Team dazu bringen kannst, das Beste aus sich herauszuholen:

1. Sorge für positive zwischenmenschliche Beziehungen

Ein erster Schritt, um die Motivation deiner Mitarbeiter zu steigern, ist ein Umfeld zu erzeugen, in dem positive Beziehungen zwischen den Mitarbeitern bestehen.

Du solltest ein Umfeld schaffen, in dem Mitarbeiter einander besser kennenlernen und Beziehungen knüpfen können. Gehe zum Beispiel einmal in der Woche mit dem gesamten Team zum Mittagessen, organisiere Team Building-Aktivitäten oder Veranstaltungen nach dem Feierabend. Ziel ist es, dass sich alle Arbeitskollegen besser kennenlernen.

2. Setze SMARTE Ziele

Menschen arbeiten motiviert, wenn sie wissen, dass sie auf ein gemeinsames klar definiertes Ziel hinarbeiten.

Zudem ist es wichtig, das Ziel in kleinere messbare Aufgaben herunterzubrechen und auch diese kleinen (Zwischen-)Erfolge zu feiern.

SMART = spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch, terminiert

3. Zeige deinen Mitarbeitern den Sinn ihrer Arbeit

Leite Kundenfeedback (positives und auch negatives) an dein Team weiter. Zeige deinen Mitarbeitern, wofür ihre Arbeit benötigt wird und welche Auswirkung sie auf andere Menschen hat. Aus meiner Sicht gibt es kaum etwas motivierenderes, als den Sinn seiner Arbeit zu erkennen.

Ich bin mir sicher, dass du deinen persönlichen Weg findest, um deinen Mitarbeitern zu zeigen, wieso ihre Arbeit wirklich wichtig ist.

4. Lobe deine Mitarbeiter und gib ihnen mehr Anerkennung

Im dem Artikel der Harvard Business School, auf den ich mich zu Beginn dieses Beitrags bezogen habe, wurde herausgefunden, dass viel zu wenig Lob und Anerkennung ausgesprochen werden. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch die jährliche Gallup Umfrage.

5. Gib deinen Angestellten regelmäßig Feedback

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Mitarbeitermotivation ist das regelmäßige Feedback. Häufig bekommen Mitarbeiter nur Feedback im Rahmen ihres Jahresgespräches. Das ist natürlich viel zu wenig. Feedback gehört zu den wichtigsten Werkzeugen in deinem Führungskoffer, um die Motivation, die Zufriedenheit und die Produktivität deiner Mitarbeiter zu verbessern. Zudem bieten kurze Feedbackgespräche eine hervorragende Möglichkeit, Lob und Anerkennung auszusprechen. Wenn du mehr über Feedbackgespräche erfahren möchtest, kann ich dir mein kostenloses E-Book „Feedbackgespräche – Ein Leitfaden für Manager und Führungskräfte“ empfehlen.

Wie motivierst du deine Mitarbeiter?

Kennst du weitere Möglichkeiten, um die Mitarbeitermotivation zu steigern? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

Bis dahin

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Dein Saleh Amiralai

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