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Was Dein Unternehmen verkauft, was Ihr produziert und wie genau Ihr das macht, können Dir sicherlich viele Deiner Mitarbeiter sagen. Sie sind an den Prozessen beteiligt und ein Rädchen im Getriebe.

Wissen Deine Angestellten, Deine Kollegen aber auch, WARUM Dein Unternehmen existiert? Weißt Du es selbst? Was ist Eure Mission?

Willst Du für mehr Mitarbeitermotivation sorgen, so ist es wichtig, eine klar definierte Vision zu haben. Aber nicht nur bei der Mitarbeitermotivation, sondern in all Deinen Unternehmensbelangen spielt das „Warum“ eine große Rolle.
Weiß ein Mitarbeiter was die Vision des Unternehmens ist, so steigert sich seine Mitarbeitermotivation.

Gemeint ist nicht der angestrebte Jahresprofit, die die Anzahl und Kommentare der Newsletter-Abonnenten, sondern etwas, was viel tiefer geht. Mit dem „Warum“ meine ich ein Ziel, eine Absicht, einen Sinn, eine Vision. Vielleicht helft Ihr Menschen bei etwas, vielleicht unterstützt Ihr eine ganz bestimmte Gruppe dabei, ein Problem zu lösen, oder Ihr stellt etwas Vorhandenes in Frage, damit die Welt ein besserer Ort wird.

Warum das „Warum“ wichtig ist

Das „Warum“ der Firma zu kennen, für die man arbeitet, trägt (neben einigen anderen Faktoren) stark zur Mitarbeitermotivation und zum Engagement bei. Stimmt die Vision des Unternehmens mit der des Angestellten überein, so ist dieser aufgrund der emotionalen Bindung engagierter.

Simon Sinek stellt in einem Vortrag den „Golden Circle“ vor. Der gebürtige Brite ist als Autor, Journalist und Unternehmensberater tätig und hat sich damit befasst, warum manche Firmen erfolgreich und innovativ sind und woran es anderen fehlt. Er ist der Meinung, dass Führungskräfte und deren Einstellung den Unterschied ausmachen.

Im Video zeichnet Sinek drei Kreise an eine Tafel. Einer steht für „Was“, einer für „Wie“ und den Mittelpunkt bildet „Warum“.

Viele Unternehmen und viele Marketing-Kampagnen sind von außen nach innen aufgebaut – zunächst fragt man nach dem „Was“.

  • Was – Welche Produkte oder Dienstleistungen bietet ein Unternehmen an?
    Wir verkaufen Autos.
  • Wie – Was macht das Unternehmen anders/besser? Wie erfolgreich ist es?
    Unsere Autos haben Ledersitze, eine Klimaanlage und eine Einparkhilfe.
  • Warum – Woran glaubt eine Firma, welche Vision hat sie?
    Hmm … ?!

Laut dem Golden Circle fragen Unternehmen erst nach dem "Was", dann dem "Warum".

Nicht wirklich inspirierend, oder? Woran aber liegt es, dass Unternehmen oft den Golden Circle von außen statt von innen angehen? Ganz einfach: Sie kennen ihr „Warum“ nicht.

Will man erfolgreich sein, will man verkaufen, will man motivieren, so muss eine Vision klar sein. Warum mache ich das Ganze überhaupt? Ich war in der Lage, diese Frage für mich zu beantworten.

  • Warum – Ich möchte andere dabei unterstützen, auch an einem verregneten Montagmorgen gern zur Arbeit zu gehen. Ich will zuhören, verändern und inspirieren.
  • Wie – Ich gehe direkt in die Unternehmen, analysiere die derzeitige Lage und spreche mit Führungskräften und Mitarbeitern.
  • Was – Ich biete Seminare für Führungskräfte und Mitarbeiter an.

Der Golden Circle hat das Warum, die Unternehmensvision im Mittelpunkt für mehr Mitarbeitermotivation.

Ok, klar soweit – will man inspirieren, braucht es eine Mission.

Damit kommen wir zum eigentlichen Thema: Wie kann eine Vision zu mehr Mitarbeitermotivation führen?

Mitarbeiterzufriedenheit ist noch nicht alles

Wie in meinem Blogbeitrag „Intrinsische Motivation vs. Motivation by Pizza“ beschrieben, kann Motivation entweder von außen oder innen kommen.

Ist die Bezahlung gut, der Arbeitsplatz schön ausgestattet und die Arbeitszeit flexibel, so bist Du vielleicht zufrieden, aber noch lange nicht (dauerhaft) motiviert.

Extrinsische Mitarbeitermotivation ist oft nur kurzfristig. Schnell werden sie zum Standard und die anfängliche Motivation, die sie hervorgerufen hat, flacht wieder ab.

Wie also kann man bei Mitarbeitern Begeisterung erzeugen, die von innen kommt? Wie kann man diesen Antrieb schaffen, der Angestellte zu Fans werden lässt?

Du hast richtig gehört: Dein Ziel sollte es sein, dass Deine Mitarbeiter Fans werden, Markenbotschafter. Was macht in der Arbeitswelt einen richtigen Fan aus?

  • Zufriedenheit Die Grundlagen sollten stimmen.
  • Ergebnisse Der Mitarbeiter hat das Gefühl, etwas zum Erfolg beizutragen, Leistungen werden anerkannt.
  • Beziehungen Einen guten Freund bei der Arbeit zu haben, eine gute, ehrliche Beziehung zum Manager – diese zwischenmenschlichen Faktoren spielen eine Kernrolle beim Finden des eigenen Arbeitsglücks.
  • Emotionale Bindung Deine Fans stehen hinter der Vision deines Unternehmens und sind stolz darauf, dazu beizutragen. Sie sind mit Herzblut dabei.

Hier wird deutlich: Hat Dein Unternehmen eine Mission, sind Werte klar formuliert und stimmen diese mit denen Deiner Angestellten überein, so sind sie (in der Regel) glücklicher auf Arbeit. Wichtig ist: Visionen stellen keine konkreten Ziele dar. Sie zeichnen ein Bild davon, wohin man will. Visionen weisen die Richtung, ohne einen zu engen Weg vorzugeben. Aus einer Vision heraus sinnvolle Ziele zu formulieren, sollte die Aufgabe der Führungskraft und idealerweise auch der Angestellten sein.
Eine Unternehmsvision hilft zu mehr Mitarbeitermotivation

Weißt Du, über welche Stärken jeder Deiner Mitarbeiter verfügt, so solltest Du diese einsetzen, um Deiner Vision einen Schritt näher zu kommen. Das bringt nicht nur Deinem Unternehmen enorme Vorteile, sondern motiviert auch denjenigen, der das Gefühl hat, er wird gebraucht und kann etwas beitragen. Hast Du Ziele mit Hinblick auf das „große Ganze“ formuliert, so ist das Erfolgserlebnis umso schöner. Man hat eine Etappe geschafft und ist der Vision einen Schritt näher.

Von der Vision zur Kultur

Die Vision eines Unternehmens, dessen Werte und Vorstellungen, bildet die Basis für eine Mitarbeiterkultur. Sie ist die Summe der Zufriedenheit der persönlichen Einstellungen und der Beziehungen zwischen den Mitarbeitern und wächst stetig.

Das „Warum“ weist hierbei den Weg und zeigt, wofür man einsteht, welches Verhalten gewünscht wird, welches unpassend ist.

Die Werte der Firma sollten jedem Angestellten klar kommuniziert und in die tägliche Arbeit einbezogen werden.

Führungskraft als Missionar

Als Führungskraft bist Du das Vorbild. Du selbst musst Dich mit der Vision Deines Unternehmens identifizieren können und sie täglich vorleben. Schön und gut, wenn sich ein paar schlaue Leute zusammengesetzt und ein „Warum“ definiert haben. Werden die Werte der Firma im täglichem Arbeitsleben nicht deutlich und als gelebt wahrgenommen, so bringen sie niemanden weiter.

Visionen müssen als erreichbare Ziele formuliert und umgesetzt werden.

 

Mitarbeitermotivation: Das „Warum“ als Lockmittel

Arbeitnehmer suchen heute mehr als je zuvor nach Unternehmen, mit denen sie sich selbst identifizieren können. Bei der Jobsuche spielt für einige das „Was“ sogar eine untergeordnete Rolle. Eine klar definierte Vision zieht genau diejenigen an, die sie teilen. 

Fazit

Nicht das „Was“ verkauft, sondern das „Warum“.
Bezogen auf das Motivieren von Mitarbeitern bedeutet dies: Verfolgt das Unternehmen eine Vision, die klar definiert und vorgelebt wird, fällt es leichter, auf das Erreichen dieses Zieles hinzuarbeiten und man ist stolz darauf, einen Teil beitragen zu können. Stimmt die eigene Mission mit der der Firma überein, so steigt die Motivation.

Kennst Du das „Warum“ Deines Unternehmens und werden Werte bei Euch klar definiert? Ich freue mich darauf, von Deinen Erfahrungen zu hören.

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