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Mitarbeitermotivation: So gehen Mitarbeiter gerne mal eine Extrameile

Mitarbeitermotivation: So gehen Mitarbeiter gerne mal eine Extrameile

Mitarbeitermotivation ist eine der häufigsten Aufgaben und gleichzeitige eine Frustrationsquelle für jeden Manager.

In diesem Blogbeitrag zeige ich dir, was du tun kannst, um die Mitarbeitermotivation in deinem Unternehmen zu verbessern.

Häufig halten Vorgesetzte an veralteten Praktiken fest, wenn es darum geht, ihre Mitarbeiter zu motivieren. Das führt am Ende dazu, dass die Mitarbeiter eher demotiviert als motiviert sind.

Neues lernen und wachsen

Ein Anfangspunkt für dich könnte sein, eine Arbeitsumgebung zu erschaffen, in der Mitarbeiter Neues lernen und über sich hinauswachsen.

Eine Umgebung, in der die Mitarbeiter allein auf die Suche nach neuem Wissen gehen und aktiv daran arbeiten, die Organisation zu verbessern.

Natürlich ist das leichter gesagt als getan. Deshalb stelle ich dir hier eine interessante Studie vor, die darüber berichtet, wie Schüler in Klassenzimmern motiviert werden können.

Diese Studie hat gezeigt, dass Schüler eher lernen wollen, wenn die Klassenzimmerumgebung ein “Lernklima unterstützt”.

Das heißt, eine Umgebung zu schaffen, in der

  • Schüler (ohne Strafe) angeregt werden, Fragen zu stellen,
  • Schülern Unterstützung angeboten wird,
  • Schülern genügend Freiraum gelassen wird,
  • Vertrauen vorherrscht.

Lass uns diese Studie als Startpunkt nehmen. Anschließend werde ich auf den größten Mythos rund um die Mitarbeitermotivation eingehen. Zudem werde ich dir einige Tipps geben, wie du deine Angestellten motivieren kannst. 

Was Angestellte demotiviert

Bevor wir uns ansehen, wie du deine Mitarbeitermotivation steigern kannst, ist es meiner Meinung nach eine gute Idee, die Gründe zu verstehen, warum Mitarbeiter demotiviert werden.

David Sirota, Louis A. Mischkind und Michael Irwin Meltzer der Harvard Business School haben einen interessanten Artikel mit dem Titel „Why Your Employees Are Losing Motivation“ (Deutsch: Wieso deine Angestellten die Motivation verlieren) geschrieben, den ich dir sehr empfehlen kann.

„Die Mehrheit der Mitarbeiter ist sehr enthusiastisch, wenn es darum geht, in einen neuen Job zu starten. In ca. 85 % der Unternehmen ergab unsere Forschung aber, dass die Moral der Angestellten nach den ersten sechs Monaten stark abfällt – und auch die Jahre danach weiterhin fällt…

Die Schuld hieran liegt in der Beziehung, die die direkten Vorgesetzten mit ihren Mitarbeitern pflegen.“

 

Die Hauptgründe für das Absinken der Mitarbeitermotivation

1. Mangel an Lob und Anerkennung

Deine Mitarbeiter müssen das Gefühl haben, dass du ihre Arbeit wertschätzt. Fehlt diese Wertschätzung (und hierbei könnte es sich auch nur um ein Wahrnehmungsproblem handeln), dann verlieren sie ihre Motivation.

2. Mangel an Fortschritt in Hinblick auf ihre Aufgaben

Deine Mitarbeiter müssen das Gefühl haben, sie kommen mit ihrer Aufgabe oder mit ihrem Projekt voran. Ist bei einer Aufgabe oder einem Projekt kein Ende in Sicht, dann kann das schnell demotivierend wirken.

Forscher der Northwestern Kellogg School of Management fanden heraus, dass Menschen am Beginn und am Ende eines Projektes sehr motiviert sind. In der Mitte ist die Motivation am geringsten.

„Wir haben gezeigt, dass die Teilnehmer die Tendenz aufwiesen, sich zu Beginn der Verfolgung eines Zieles auf die Anfangsphase als Referenzstandard zu konzentrieren. Danach verlagerte sich der Fokus aber auf die gewünschte Endphase, während sie sich dem Ende näherten.“ 

3. Mikromanagement

Die primäre Ursache von Mikromanagement ist mangelndes Vertrauen.

Mitarbeiter benötigen Autonomie, um bei der Arbeit motiviert zu sein. Haben Mitarbeiter keinerlei Spielraum und werden sie kontinuierlich kontrolliert, verlieren sie recht schnell ihre Motivation.

Vergiss nicht: Menschen verlassen nicht Unternehmen, sondern ihre Vorgesetzten.

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Um das Vertrauensverhältnis zu deinen Mitarbeitern zu verbessern, biete ich dir hier meinen kostenlosen Bonus an:
4 Wege, um Mikromanagement zu beenden.

4. Fehlende Identifikation mit den Unternehmenswerten

Es ist sicherlich schwierig, die Mitarbeitermotivation zu verbessern, wenn sich Mitarbeiter nicht mit den Unternehmenswerten identifizieren. Deshalb achte bereits im Einstellungsgespräch darauf, ob die Unternehmenswerte und die des Bewerbers übereinstimmen.

5. Mangel an Wachstum

Ein Mitarbeiter kann leicht seine Motivation verlieren, wenn ihm langweilig wird und er keinen wirklichen Fortschritt in seinem Leben/seiner Karriere sieht.

Daher ist es sehr wichtig, die stetige Weiterbildung zu einem Teil deiner Unternehmenskultur zu machen.

 

Der größte Mythos rund um Mitarbeitermotivation

Der größte Mythos, der die Mitarbeitermotivation umgibt, ist, dass Geld ein guter Motivator ist. Die Wahrheit ist jedoch, dass das Gehalt ab einer bestimmten Höhe kaum noch einen Einfluss auf die Mitarbeitermotivation hat.

Bitte verstehe mich nicht falsch. Ich bin absolut der Meinung, dass eine faire und angemessene Bezahlung wichtig ist.

Fehlt diese, dann werden Mitarbeiter sich eher demotiviert fühlen. Aber ein hohes Gehalt allein ist kein Garant für eine gute Mitarbeitermotivation. Gleiches gilt für nahezu jede andere Art von extrinsischer Belohnung (Bonus, Dienstwagen, Bürogröße etc.).

 

Tipps, um die Mitarbeitermotivation zu steigern

Hier findest du einige Tipps, wie du deine Angestellten motivieren und dein Team dazu bringen kannst, das Beste aus sich herauszuholen:

1. Sorge für positive zwischenmenschliche Beziehungen

Ein erster Schritt, um die Motivation deiner Mitarbeiter zu steigern, ist ein Umfeld zu erzeugen, in dem positive Beziehungen zwischen den Mitarbeitern bestehen.

Du solltest ein Umfeld schaffen, in dem Mitarbeiter einander besser kennenlernen und Beziehungen knüpfen können. Gehe zum Beispiel einmal in der Woche mit dem gesamten Team zum Mittagessen, organisiere Team Building-Aktivitäten oder Veranstaltungen nach dem Feierabend. Ziel ist es, dass sich alle Arbeitskollegen besser kennenlernen.

2. Setze SMARTE Ziele

Menschen arbeiten motiviert, wenn sie wissen, dass sie auf ein gemeinsames klar definiertes Ziel hinarbeiten.

Zudem ist es wichtig, das Ziel in kleinere messbare Aufgaben herunterzubrechen und auch diese kleinen (Zwischen-)Erfolge zu feiern.

SMART = spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch, terminiert

3. Zeige deinen Mitarbeitern den Sinn ihrer Arbeit

Leite Kundenfeedback (positives und auch negatives) an dein Team weiter. Zeige deinen Mitarbeitern, wofür ihre Arbeit benötigt wird und welche Auswirkung sie auf andere Menschen hat. Aus meiner Sicht gibt es kaum etwas motivierenderes, als den Sinn seiner Arbeit zu erkennen.

Ich bin mir sicher, dass du deinen persönlichen Weg findest, um deinen Mitarbeitern zu zeigen, wieso ihre Arbeit wirklich wichtig ist.

4. Lobe deine Mitarbeiter und gib ihnen mehr Anerkennung

Im dem Artikel der Harvard Business School, auf den ich mich zu Beginn dieses Beitrags bezogen habe, wurde herausgefunden, dass viel zu wenig Lob und Anerkennung ausgesprochen werden. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch die jährliche Gallup Umfrage.

5. Gib deinen Angestellten regelmäßig Feedback

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Mitarbeitermotivation ist das regelmäßige Feedback. Häufig bekommen Mitarbeiter nur Feedback im Rahmen ihres Jahresgespräches. Das ist natürlich viel zu wenig. Feedback gehört zu den wichtigsten Werkzeugen in deinem Führungskoffer, um die Motivation, die Zufriedenheit und die Produktivität deiner Mitarbeiter zu verbessern. Zudem bieten kurze Feedbackgespräche eine hervorragende Möglichkeit, Lob und Anerkennung auszusprechen. Wenn du mehr über Feedbackgespräche erfahren möchtest, kann ich dir mein kostenloses E-Book „Feedbackgespräche – Ein Leitfaden für Manager und Führungskräfte“ empfehlen.

Wie motivierst du deine Mitarbeiter?

Kennst du weitere Möglichkeiten, um die Mitarbeitermotivation zu steigern? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

Bis dahin

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Dein Saleh Amiralai

15 einfache Wege, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern

15 einfache Wege, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern

Es ist in der Regel einfach, die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern. Jedoch bedarf es der uneingeschränkten Zustimmung (Commitment) der Unternehmensleitung und der Führungskräfte.

In diesem Blogbeitrag stelle ich dir 15 verschiedene Wege vor, um sofort mit der Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit zu starten.

 

1. Sei offen und ehrlich zu deinen Mitarbeitern

Viele Führungskräfte unterschätzen die Wichtigkeit von Transparenz. Dabei ist es so wichtig, Mitarbeiter in die Unternehmensgeschehnisse einzuweihen. Denn Wissen ist Macht und du möchtest doch deine Mitarbeiter so gut wie möglich unterstützen, oder? Hierbei ist es wichtig, den Mitarbeitern auch schlechte Nachrichten und negative Informationen mitzuteilen. Denn Mitarbeiterzufriedenheit hat nichts mit einer rosaroten Traumwelt zu tun.

Teilst du ihnen schlechte Nachrichten mit und öffnest dich, dann bist du verletzlich. Diesen Schritt zu gehen, ist oftmals nicht einfach, das verstehe ich.

Doch Verletzlichkeit ist der Schlüssel dazu, eine auf Vertrauen basierende Beziehung aufzubauen.

Autorin Brené Brown erklärt dir die Zusammenhänge leicht verständlich in ihrem TED-Talk:

 

Berne Brown beim TED Talk auf der Bühne

Das trifft besonders auf Millennials und Mitarbeiter der Generation Z zu.

Jeder will Transparenz. Das gilt aber besonders für Millennials. Sie sind an eine größere Transparenz gewöhnt, da sie im Internetzeitalter und mit den sozialen Medien aufgewachsen sind.

 

2. Knüpfe soziale Beziehungen

Menschen sind soziale Wesen und benötigen soziale Beziehungen, um zu überleben (weswegen soziale Medien so beliebt sind). Das ist auch der Grund, wieso wir ein inneres Bedürfnis danach haben, Informationen mit anderen zu teilen und Beziehungen zu knüpfen.

Manager und Führungskräfte sollten soziale Beziehungen fördern, indem sie ein Essen mit dem Team, Happy Hours oder andere Veranstaltungen organisieren.

(Profitipp: Klingt einfach, wird jedoch häufig übersehen, aber frage deine Mitarbeiter nach Ideen.)

Als Manager liegt es an dir, solche Zusammentreffen anzustoßen, da viele Mitarbeiter zu schüchtern sind oder Angst haben, den ersten Schritt zu machen.

Die neu geknüpften sozialen Beziehungen werden deine Mitarbeiter näher zusammenbringen und dazu führen, dass die Mitarbeiterzufriedenheit steigt.

 

3. Coache deine Mitarbeiter

Coache deine Mitarbeiter, statt sie zu managen.

Als Manager willst du deine Mitarbeiter unterstützen und ihnen dabei helfen, zu wachsen und ihre Ziele zu verwirklichen, statt sie zu mikromanagen.

Coaching ist sehr viel einfacher gesagt als getan. Nicht jeder kann ein guter Coach sein.

Und ja, Coaching braucht Zeit, aber am Ende ist es die Mühe wert.

In Googles berühmtem Project Oxygen (Projekt, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern) wurde untersucht, was die wichtigsten Eigenschaften eines guten Managers sind, und die Antwort konnte zusammengefasst werden unter: “Sei ein guter Coach.”

 

4. Führe regelmäßige Mitarbeiterbefragungen durch (und handle danach)

Hierbei gibt es zwei sehr wichtige Punkte zu beachten. Du musst die Umfragen zur Mitarbeiterzufriedenheit regelmäßig durchführen und anschließend danach handeln.

Du solltest mindestens ein- oder zweimal im Jahr eine Umfrage zur Mitarbeiterzufriedenheit durchführen, um ein angemessenes Bild davon zu erhalten, was in deinem Unternehmen vor sich geht. Besser wäre es, einmal im Quartal eine Befragung zur Mitarbeiterzufriedenheit durchzuführen. So kannst du die Mitarbeiterzufriedenheit so gut wie in Echtzeit messen.

Aber noch wichtiger als die Häufigkeit der Befragung ist es, nach den Resultaten der Umfrage zu handeln. Eine Studie fand heraus, dass:

  • 27 % der Manager die Resultate der Umfrage nicht einmal auswerten,
  • 52 % der Manager nicht nach den Ergebnissen handeln.

Es ist egal, welches Tool du für die Umfrage nutzt oder wie oft du deine Umfrage zur Mitarbeiterzufriedenheit durchführst.

Reagierst du nicht auf die Resultate, so verschwendest du deine und die Zeit deiner Mitarbeiter.

 

5. Verbanne Angst aus deiner Unternehmenskultur

Als Manager solltest du jegliche Angst verbannen, die unter deinen Mitarbeitern herrschen könnte.

Ermuntere sie dazu, ihre Ideen einzubringen und Fehler offen zu kommunizieren, ohne Angst vor negativen Reaktionen zu haben.

Lass sie wissen, dass ihre Ideen wichtig sind und du daran interessiert bist, sie zu hören. Biete ihnen einen Kanal, um ihre Ideen an dich weiterzugeben.

Eine offene Fehlerkultur bietet eine hervorragende Möglichkeit für Verbesserungsprojekte.

Die Angst vor eventuellen Strafen hält jedoch häufig deine Mitarbeiter davon ab, großartige Arbeit zu leisten.

Es liegt an dir, sicherzustellen, dass sie keine Angst haben, ehrlich sind und es ihnen ermöglicht wird, über sich hinauszuwachsen.

 

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5 Wege, um deine Mitarbeiter zu demotivieren.
Erfahre was Mitarbeiter demotiviert und was du stattdessen lieber machen solltest.

 

 

 

6. Zeige deinen Mitarbeitern, dass du sie respektierst

Das ist die einfachste (aber überraschenderweise am häufigsten übersehene) Möglichkeit, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern.

Alles, was du tun musst, ist, deinen Mitarbeitern den Respekt entgegenzubringen, den sie verdient haben.

Tipp: Behandle jeden Mitarbeiter so, wie du deine eigene Mutter behandeln würdest.

 

7. Gib Mitarbeitern die nötige Anerkennung

Mitarbeiter benötigen regelmäßig Anerkennung.

Laut einiger Studien müssen Menschen aufgrund der Wirkung von Dopamin im Gehirn mindestens einmal pro Woche Anerkennung erhalten.

Alles, was jeder Mitarbeiter wissen will, ist, dass du seine Arbeit wertschätzt und es erkennst, wenn er etwas tut, auf das er stolz ist.

Hier 20 kostenlose Möglichkeiten, um deine Mitarbeiter zu belohnen und ihnen Anerkennung entgegenzubringen: <LINK MINIGUIDE> Alles mit dem Ziel, die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern.

 

8. Unterstütze eine ausgewogene Work-Life-Balance

Arbeiten die Menschen zu viel, ohne für entsprechende Auszeiten zu sorgen, dann kann das schnell im Burn-out enden. Dieses würde der Mitarbeiterzufriedenheit einen gehörigen Dämpfer versetzen.

In meinem Blogbeitrag „5 Gründe, warum du eingehende E-Mails automatisch löschen solltest, wenn du im Urlaub bist <LINK>“ habe ich bereits detailliert dargestellt, wie Manager klar definierte Grenzen setzen können, um ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen ihrer Arbeit und dem Privatleben herzustellen.

Es gibt zwei Dinge, die du unbedingt tun solltest:

  1. Sage deinen Mitarbeitern, dass sie nach der Arbeit nach Hause gehen und sich entspannen sollen, und erwarte nicht von ihnen, dass sie ständig online sind.
  2. Sei ein gutes Vorbild und praktiziere selbst eine gute Work-Life-Balance.

Du willst Mitarbeiter, die ausgeruht sind, sodass sie viel Energie haben und produktiv arbeiten.

 

9. Richte dein Team auf die Unternehmensziele aus

Es gibt leider so viele Unternehmen ohne klare Mission, Werte und Ziele. (Ok, möglichst viel Geld verdienen ist für mich keine echte Unternehmensmission…)

Wie können wir da von unseren Mitarbeitern erwarten, produktiv zu sein, wenn sie kein klares Ziel vor Augen haben und den Sinn ihrer Arbeit nicht erkennen?

Du musst deinen Mitarbeitern klare Ziele setzen und dich regelmäßig mit ihnen zusammensetzen, um ihren Fortschritt zu besprechen.

Hilf ihnen (durch Coaching), die Ziele zu erreichen, indem du für sie da bist, wenn sie es brauchen.

 

10. Gibt deinen Mitarbeitern Autonomie

Wie bereits zu Beginn dieses Beitrags erwähnt, läuft alles darauf hinaus, dass du deine Mitarbeiter mit Respekt behandelst.

Stellst du jemanden ein, dann macht es keinen Sinn, ihn zu mikromanagen und ihm nicht zu ermöglichen, sich beruflich weiterzuentwickeln.

 

Zitate: Es macht keinen Sinn, kluge Menschen einzustellen und ihnen anschließend vorzuschreiben, was sie zu tun haben. Wir stellen kluge Menschen ein, damit sie uns sagen können, was wir tun müssen. Steve Jobs

 

Vertraue deinen Mitarbeitern und lasse sie beweisen, dass sie in der Lage sind, allein herauszufinden, was zu tun ist.

 

11. Biete flexible Dienstpläne

Da sich mittlerweile fast alles mobil und online abspielt, macht es keinen Sinn, deine Mitarbeiter dazu anzuhalten, sich an einen 9-17 Uhr Dienstplan zu halten.

Einige Menschen sind am Morgen produktiver (wie ich), andere sind am frühen Morgen dagegen sehr unproduktiv.

Ermögliche (wenn es möglich ist) deinen Mitarbeitern, ihre Dienstpläne zu optimieren, sodass sie dann arbeiten, wenn sie am produktivsten sind.

Es liegt in deinem besten Interesse, ihnen genug Flexibilität zu bieten, sodass sie die bestmögliche Arbeit leisten können.

 

12. Ermuntere deine Mitarbeiter, Sport zu treiben

Sport ist das Beste, was du für Glücksgefühle, Produktivität und die generelle Mitarbeiterzufriedenheit tun kannst.

Wenn du Sport treibst, dann fühlst du dich sehr viel besser in deinem Körper und das wirkt sich auch auf deine Arbeit und die Interaktion mit Kollegen aus.

Du könntest Zuschüsse zu Fitnesspässen anbieten oder Yoga-Sitzungen im Büro organisieren.

 

13. Schaffe den perfekten Arbeitsplatz

Es ist überraschend, wie groß die Rolle ist, die Wissenschaft und Psychologie der Arbeitsumgebung für die Zufriedenheit zuschreiben.

Lärm, Licht, Farben, Pflanzen und ergonomische Möbel spielen eine Rolle dabei, wie zufrieden die Mitarbeiter bei der Arbeit sind.

Hilf deinen Mitarbeitern, die bestmögliche Arbeit zu leisten, indem du all diese Dinge optimierst. Wir haben bereits über die Psychologie der Farben am Arbeitsplatz geschrieben. Frag aber trotzdem deine Mitarbeiter, was sie mögen, und optimiere ihr Umfeld so gut wie möglich.

 

Der energiegeladene Workshop: Happiness at Work bietet dir die idealen Inhalte, um die Mitarbeiterzufriedenheit und den Gewinn in deinem Unternehmen zu steigern.

 

14. Biete Mitarbeitervorteile an

Obwohl die Vorteile nicht deine Unternehmenskultur definieren, können sie trotzdem dabei helfen, Mitarbeiter zu binden und anzuziehen. Die meisten Vorteile, die die Mitarbeiter wollen, sind vollkommen kostenlos, sodass du so viele wie möglich anbieten solltest.

Auch hier läuft alles darauf hinaus, dass du deine Mitarbeiter respektierst und gut behandelst.

 

15. Vergib Arbeiten, die deine Mitarbeiter fordern

Mitarbeiter wollen Herausforderungen auf der Arbeit haben.

Ohne zu wissenschaftlich werden zu wollen, besagt das Yerkes-Dodson-Gesetz, dass Mitarbeiter sich nach fordernden Aufgaben sehnen, die sie dabei nicht überfordern.

Die Arbeit muss also den Geist anregen, darf aber gleichzeitig nicht so kompliziert sein, dass deine Mitarbeiter sich davon überfordert fühlen.

Ist eine Aufgabe zu einfach, dann ist sie langweilig. Ist eine Aufgabe zu schwierig, dann kann das schnell dazu führen, dass deine Mitarbeiter aufgeben und sie nicht beendet wird. Du musst also versuchen, das gesunde Mittelmaß zu treffen.

Dan Pink bezeichnete diese Kunst als eine Goldlöckchen-Aufgabe.

Arbeite mit deinen Mitarbeitern, um herauszufinden, an welchen Aufgaben sie gern arbeiten würden.

 

Was tust du, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern?

Hast du Ideen, wie die Mitarbeiterzufriedenheit verbessert werden kann? Lass uns deine Gedanken in den Kommentaren wissen!

Bis dahin

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Dein Saleh Amiralai

Alles, was du über Mitarbeiterfluktuation wissen solltest

Alles, was du über Mitarbeiterfluktuation wissen solltest

Mitarbeiterfluktuation ist eine sehr wichtige Kennzahl, die du beobachten solltest.

Du solltest die Mitarbeiterfluktuation nicht nur beobachten, sondern auch aktiv daran arbeiten, diese Kennzahl zu optimieren und zu senken.

Eine gewisse Fluktuation ist vollkommen normal, aber natürlich sollte diese Zahl möglichst gering sein und du solltest versuchen, sie so niedrig wie möglich zu halten.

Neben den finanziellen Auswirkungen einer hohen Mitarbeiterfluktuation hat sie einen großen emotionalen Effekt, auf den ich später noch näher eingehen werde.

Der finanzielle Effekt der Mitarbeiterfluktuation ist tatsächlich sogar ziemlich erschreckend. Einige Schätzungen geben sogar das Doppelte des ursprünglichen Gehaltes eines Mitarbeiters an. Das Problem wird noch schlimmer, wenn du versuchst, eine hochspezialisierte Rolle zu ersetzen, für die es sehr schwierig ist, geeignete Mitarbeiter zu finden.

Trotzdem ist der emotionale Effekt, den der Mitarbeiterwechsel auf die Unternehmensmoral hat, in meinen Augen noch schlimmer. Sie erzeugt eine schlechte Unternehmenskultur und sorgt dafür, dass sich niemand wirklich emotional mit dem Unternehmen verbunden fühlt. Als Folge leidet häufig die Qualität der Arbeit.

Ein Unternehmen auf diese Weise zu führen, ist eine nervenaufreibende und belastende Angelegenheit. Auf Basis meiner Seminare und Coachings habe ich jedoch das Gefühl, dass viele Unternehmen (noch) so arbeiten.

Damit wir das gleiche Verständnis über Mitarbeiterfluktuation haben, lass uns einen kurzen Blick darauf werfen, was ich darunter verstehe.

Anschließend schauen wir uns an, wie die Mitarbeiterfluktuation berechnet wird und was du machen kannst, um sie möglichst niedrig zu halten.

Definition Mitarbeiterfluktuation

Mitarbeiterfluktuation bezieht sich auf die Prozentzahl der Arbeiter, die eine Organisation verlässt und durch neue Angestellte ersetzt wird. Die Fluktuationsrate ist ein guter Indikator für die Unternehmenskultur und die Mitarbeiterzufriedenheit. Durch die Mitarbeiterfluktuation lassen sich Probleme aufdecken und somit auch lösen.

Kosten der Mitarbeiterfluktuation

Eine Daumenregel besagt, dass der ungeplante Abgang eines Mitarbeiters dem Unternehmen ca. 50 % seines Jahresgehaltes kostet. Das Problem bei der Berechnung der Kosten ist, dass so viel davon beeinflusst wird. Für höher spezialisierte Positionen, bei denen es länger dauert, sie neu zu besetzen, sind die Kosten noch sehr viel höher. In Berufen mit hoher Fluktuation (wie im Einzelhandel, im Callcenter etc.) sind die Fluktuationskosten dagegen geringer.

Ein weiteres Problem bei der Kostenberechnung sind all die Dinge, die nicht offensichtlich oder schwierig mit einer Summe zu beziffern sind.

Dinge wie:

  • die Kosten, die mit der Einstellung verbunden sind (Jobanzeigen, Bewerbungsgespräche, Tests etc.),
  • Einarbeitungskosten (Mitarbeiter sind für mindestens die ersten drei Monate nicht “100 % wertschöpfend” tätig),
  • Trainingskosten,
  • die verlorene Zeit, während der andere Mitarbeiter bei Fragen aushelfen,
  • Kosten für Gespräche zwischen Mitarbeitern.

Ich vergleiche es immer mit einem Eisberg: Wir können nur die Spitze des Eisberges beziffern, jedoch liegen 2/3 des Eisberges unter der Wasseroberfläche, die wir nur schwierig bemessen können.

Gründe für Mitarbeiterfluktuation

Für die Mitarbeiterfluktuation gibt es eine Vielzahl von Gründen, die aber vor allem mit einer negativen Arbeitsumgebung zu tun haben. Die zwei größten Faktoren sind hierbei der Einstellungsprozess und Probleme mit dem direkten Vorgesetzten.

Einstellungsprozess

Laut der RainMaker Group sind Fehler beim Einstellungsprozess einer der Hauptgründe, die später zu einer erhöhten Mitarbeiterfluktuation führen.

Deswegen ist es so wichtig, sicherzustellen, dass du einen hervorragenden Einstellungsprozess implementierst und immer nach Möglichkeiten suchst, diesen weiter zu verbessern.

Der erste Schritt besteht darin, eine gute Jobbeschreibung zu verfassen, sodass potenzielle Kandidaten wissen, was genau sie erwarten können. Zudem solltest du für dich ein Profil von deinem idealen Kandidaten erstellen.

Im zweiten Schritt gilt es, herauszufinden, wo die Stärken des Bewerbers liegen (NICHT die Schwächen!). Was motiviert den Bewerber und macht ihm Spaß? Kann die Person ihre Stärken in das Stellenangebot einbringen? Lerne den Bewerber wirklich kennen.

Erst im dritten Schritt würde ich auf Abschlüsse und den Lebenslauf achten.

Ich halte es für ein absolutes Muss, mindestens zwei Gespräche zu führen.

Probleme mit dem direkten Vorgesetzten

Ein weiterer Hauptgrund für eine hohe Mitarbeiterfluktuation (wenn nicht sogar DER Hauptgrund) sind die direkten Vorgesetzten. Natürlich sind nicht immer die direkten Vorgesetzten daran schuld, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt. Aber viele Führungskräfte sind so im Stress, dass sie gar nicht die Zeit finden, sich ihrer Führungsrolle richtig zu widmen.

Laut PricewaterhouseCoopers sind 9 von 10 Hindernissen bei Mitarbeiterengagement-Programmen auf zwischenmenschliche Beziehungen zurückzuführen.

Vielleicht kennst du den Spruch: „Mitarbeiter verlassen ihren Chef, nicht das Unternehmen!

Wie die Mitarbeiterfluktuation berechnet werden kann

Lass mich dir eine einfache Formel zur Berechnung der Fluktuation zeigen:

Mitarbeiterfluktuation: Formel zur Berechnung

Nehmen wir an, du hättest ein Unternehmen mit 200 Angestellten und 30 von ihnen verlassen während eines Jahres das Unternehmen. Zu Beginn des Jahres hattest du 200 Mitarbeiter und nun sind es noch 195 (die neu eingestellten Mitarbeiter müssen mit einberechnet werden).

Mitarbeiterfluktuation_BerechnungsbeispielDamit liegt das Unternehmen etwas über dem Bundesdurchschnitt. Dieser liegt laut dem Statistischen Bundesamt derzeitig bei 13%.

Möglichkeiten, die Mitarbeiterfluktuation zu senken

Die meisten Wege, um die Mitarbeiterfluktuation zu senken, sind sehr einfach. Sie erfordern lediglich, dass du dich auf eine langfristige Mitarbeiterbindung konzentrierst.

Hier einige Ideen, die du nutzen kannst, um die Mitarbeiterfluktuation zu verringern:

1. Verbessere den Einstellungsprozess

Wie bereits erwähnt, ist der erste Schritt, auf den du dich konzentrieren kannst, der Einstellungsprozess. Machst du hier alles richtig und stellst Menschen ein, die gut für die Aufgabe geeignet sind und zur Unternehmenskultur passen, dann wird sich auch deine Mitarbeiterfluktuation verringern.

2. Trainiere deine Manager

Daneben habe ich das Problem mit direkten Vorgesetzten erwähnt. Hier besteht eine weitere Möglichkeit, die Mitarbeiterfluktuation zu senken, indem du deine Führungskräfte und Manager trainierst.

Ich bin der festen Überzeugung, dass die Psychologie in der Führungsposition eine große Rolle spielt, und würde mir wirklich wünschen, dass mehr Manager in emotionaler Intelligenz und positiver Psychologie geschult werden.

Ich würde es daher jedem Manager, der das hier liest, ans Herz legen, einen Kurs in Positiv Leadership zu belegen und/oder alternativ meinen kostenlosen elftägigen E-Mail-Kurs zu belegen.

3. Biete Mitarbeitern die Möglichkeit, über sich hinauszuwachsen

Biete deinen Mitarbeiter an, neue Fähigkeiten zu erlernen und Sinn in dem zu sehen, was sie tun. Das Bedürfnis, etwas zu meistern, lässt sich einfach befriedigen, indem du ihnen dabei hilfst, die für ihren Job relevanten Fähigkeiten zu verbessern.

Hierbei handelt es sich tatsächlich um eine Win-win-Situation, da sie natürlich auch produktiver sind, wenn sie besser in dem sind, was sie tun.

4. Mitarbeiteranerkennung

Eine Studie von Bersin fand heraus, dass Unternehmen, die unter den besten 20 % abschneiden, wenn es darum geht, eine “wertschätzende Kultur” aufzubauen, eine um 31 % niedrigere Mitarbeiterfluktuation haben.

Bei diesem Forschungsergebnis ist es wichtig, dass die Anerkennung von Kollegen wichtiger war als die von Top-Managern. Achte also darauf, eine Möglichkeit einzuführen, die den Mitarbeitern hilft, sich gegenseitig anzuerkennen und zu loben.

5. Sei flexibel

Work-Life-Balance ist ein weiterer wichtiger Faktor, um dafür zu sorgen, dass deine Mitarbeiter glücklich, gesund und produktiv sind. Biete deinen Mitarbeitern unterschiedliche Möglichkeiten an, um sicherzustellen, dass sie ein erfülltes Leben außerhalb der Arbeit haben. Es ist ein einfacher (aber häufig vergessener) Weg, um die Mitarbeiterfluktuation zu senken.

Mehr und mehr Unternehmen beginnen, die Wichtigkeit dieses Punktes einzusehen. Deshalb solltest du darüber nachdenken. Ansonsten kann es sein, dass deine Mitarbeiter zu deinem Wettbewerber wechseln, der dieses bereits erkannt hat.

6. Führe regelmäßige Feedbackgespräche

Manche Unternehmen führen mit ihren Mitarbeitern nur einmal im Jahr ein Feedbackgespräch/Mitarbeitergespräch – eine traurige Bilanz!

Aber Mitarbeiter wollen das Gefühl haben, dass ihnen zugehört und ihre Meinung ernst genommen wird.

Eine gute Möglichkeit, die Mitarbeiterfluktuation zu senken, besteht daher darin, regelmäßig Feedbackgespräche mit deinen Mitarbeitern zu führen und auch nach ihrer Meinung zu fragen.

Deinen Mitarbeitern aktiv zuzuhören und sich für ihr Wohlbefinden zu interessieren, wird garantieren, dass deine Mitarbeiterfluktuation sinkt.

Achtung: Immer wieder erlebe ich, dass Mitarbeiter nach ihrer Meinung gefragt werden, aber im Anschluss nichts geschieht. Es erfolgt häufig nicht einmal eine Rückmeldung, warum nichts umgesetzt wird. Deshalb solltest du deine Mitarbeiter nur nach ihrer Meinung fragen, wenn du wirklich bereit bist, zu handeln. Ansonsten wirst du genau den gegenteiligen Effekt erzielen.

Was tust du, um die Mitarbeiterfluktuation zu senken?

Hast du Tipps, wie du die Mitarbeiterfluktuation in deinem Unternehmen senkst, die du mit uns teilen kannst?

Lass es mich in den Kommentaren unten wissen!

Bis dahin

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Dein Saleh Amiralai

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